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Lorch 29.02.08: Richtfest am Kirchenneubau

Gemeindemitglieder, Handwerker, Architekt, Bürgermeister, Repräsentanten von Kirche und Stadt – alle waren gekommen, um Teil des Richtfestes zu sein.

„Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses“ – das von Gemeindechor vorgetragene Lied ist richtungweisend. Das hier wird Gottes Haus. Der Weihegottesdienst ist für den 12. Oktober 2008, 9.30 Uhr geplant.

Jetzt erst mal zurück zum 29. Februar:

Gemeindevorsteher Jürgen Dietz begrüßte alle Anwesenden und drückte seine Freude aus, dass bisher am Bau alles gut verlaufen ist und dass nun so viele das Richtfest mitfeiern.

Apostel Hans-Jürgen Bauer zitierte in seiner Ansprache den Psalmisten mit:

Psalm 127, aus Vers1: „Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ und Psalm 112, 3: „Reichtum und die Fülle wird in ihrem Hause sein“.

Architekt Jürgen Brandstetter beschrieb den Bau und erläuterte, was noch dazukommt. Beispielsweise  Buntglasfenster, gestaltet vom Künstler Tobias Kammerer aus Rottweil und die mechanische Pfeifenorgel mit etwa 500 Pfeifen, die turmartig als Emporenorgel platziert sein wird.

Die Nebenräume werden mit mobilen Trennwänden ausgestattet, so dass diese bei Bedarf zum Foyer und dem Gottesdienstraum verbunden werden können.

Eine Besonderheit ist die Heiztechnik; die Energie für die Fußbodenheizung wird durch eine geothermische Anlage in Verbindung mit einer Wärmepumpe gewonnen.

Das Bauvorhaben wurde als Architektenwettbewerb ausgeschrieben und von der Bauleitung mit Jürgen Heusser und Wolfgang Plautz betreut.

Besonders betonte Architekt Brandstetter die herausragende Kooperation unter den Handwerkern.

Nach diesen Ansprachen, einem weiteren Chorlied und einem Gebet – gesprochen von Apostel Bauer versammelten sich alle vor dem Gebäude zum Richtspruch (kompletter Text siehe unten).

Nach dem Richtspruch waren alle zu Sektempfang und Imbiss eingeladen.

Über die Reste des Imbisses freuten sich am nächsten Tag die Besucher von St. Elisabeth, Übernachtungsstelle für Wohnsitzlose in Schwäbisch Gmünd.

Der Richtspruch, gesprochen von Rainer Rentschler, Firma Egelhof-Bau:

Baum und Tücher - rohe Zeichen,
grüßen Stolz aus luft'ger Höh',
und wie nach unser'n altem Bräuchen
als Meister ich hier oben steh.

Die Feierstunde hat geschlagen,
es ruhet die geübte Hand.
Nach harten arbeitsreichen Tagen
Grüßt stolz der Richtbaum nun ins Land.

Ja, stolz und froh ist jeder heute,
der tüchtig mit am Werk gebaut.
Es waren wack're Handwerksleute,
die fest auf ihre Kunst vertraut.

Den Grundriss hat erdacht genau -
Architekt Brandstetter für diesen Bau,
und auch die Statik ich erwähne
Herr Weischedel berechnete die Pläne.

Sommer 07 - wir wollen beginnen!
Doch der Baugrund - katastrophal!
Zur Gründung musste man ersinnen -
ein System von Pfahl zu Pfahl.

Ein Lob der Mannschaft gilt sodann
Die hier gezeigt hat was sie kann.
So hat sie mit vereinter Kraft
an diesem Kirchenhaus geschafft.

Bauabteilung kirchenseitig
von Herrn Plautz für's Neubauwerk,
klappte zügig und geschmeidig
und mit gutem Augenmerk.

Die Ausführung der Rohbautaten
lag in unsrer Handwerks - Hand
und die Gemeinde war gut beraten,
dass sie auf EGELHOF - BAU stand.

Ein glücklich-weiteres Vollenden
Des Bauwerks schließ als Wunsch ich an,
mög' man es so gut beenden
wie es im Rohbau hier begann.

Darauf will ich mein Glas erheben,
gefüllt mit edlem Rebensaft
Ich trinke auf das Glück und Leben
der hochverehrten Bauherrschaft.

Und noch zum zweiten will ich trinken
Auf Frieden Freiheit Freud und Recht
Solange uns die Sterne blinken
Geht es uns Menschen niemals schlecht.

So trink ich zum Schluss mein Glas jetzt leer

aufs Wohl dieser Kirche der Kirchengemeinde zur Ehr.

 

Und nun will ich den Himmel bitten:

Herrgott behüte dieses Haus
Bewahr das Glück in seiner Mitten
Und treibe alles Unheil aus. 

Verbanne Zwietracht und Verderben
Für heute und an jedem Tag -
Das rufen klirrend meine Scherben
Des Glases das ich jetzt zerschlag.