Kurzchronik der Gemeinde Lorch (Stand 12.10.2008)
Im Jahr 1913 war Albert Wertsch aus Schorndorf auch in Waldhausen unterwegs, um interessierte Menschen mit der neuapostolischen Kirche bekannt zu machen. Bei der Familie Elisabeth und Jakob Schmidt fand er offene Türen. Am 2. November 1913 wurde diese Familie neuapostolisch. In der Wohnung von Elisabeth und Jakob Schmidt wurden ab dem Jahr 1919 die ersten Gottesdienste in Waldhausen gehalten. Zunächst nur an Wochentagen, sonntags besuchte man die Gottesdienste in Plüderhausen.
Der Glaube von Familie Schmidt hat sich über mehrere Generationen hin fortgesetzt. Denn der Enkel, Friedrich Schmidt, war von 1980 bis 1986 Gemeindevorsteher von Waldhausen. Danach wurde er zum Bezirksevangelist für den Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd berufen.
Die offizielle Gründung der neuapostolischen Gemeinde in Waldhausen fand im November 1921 statt.
Wenig später – um das Jahr 1923 - gab es auch in Lorch die ersten Anfänge. Damals kam der Lorcher Bürger Friedrich Bauer mit seinem neuapostolischen Arbeitskollegen Gustav Knödler in Kontakt. Bauer nahm die Einladung in die Gottesdienste an – und blieb. Am 25. September 1923 wurden er und seine Familie neuapostolisch.
Anfangs besuchten die Gläubigen aus Lorch noch die Gottesdienste in Waldhausen. Dies änderte sich, als der Bezirksälteste Gottlob Ricker die Familie Bauer in Lorch besuchte. Er besah sich das Wohnzimmer und sagte: „Hier in diesem Raum könnt ihr Gottesdienst halten.“ Sie baten den Hausbesitzer um Erlaubnis, die sie damals auch erhielten. Mit der Zeit kamen immer mehr Besucher in die Gottesdienste, so dass kaum noch Sitzgelegenheiten vorhanden waren. Also wurde einfach ein langes Brett genommen, über drei Stühle gelegt und schon war Abhilfe geschaffen. Als die Familie Bauer aus dieser Wohnung auszog, stellte Familie Kasper ihr Wohnzimmer zur Verfügung.
Im Jahr 1948 baute Priester Max Vetter in der Austraße in Lorch ein neues Haus. Im ersten Stock wurde ein Raum errichtet, der 80 Sitzplätze hatte. Ab 1949 konnte er als neue Versammlungsstätte genutzt werden. In Waldhausen erstellte Priester Hugo Schuler 1952 in der Uferstraße ein Gebäude, in dem ein großer Versammlungsraum eingerichtet wurde. Am 15. November 1952 war Einweihung durch Apostel Jaggi. Später kaufte die Kirchenverwaltung dieses Gebäude und die Gemeinde Waldhausen hatte eine eigene Kirche. Im Jahr 1964 gab es für die Gläubigen in der Gemeinde Lorch wieder Grund zur Freude: Es sollte mit dem Bau einer eigenen Kirche begonnen werden. Nach knapp einjähriger Bauzeit wurde am 27. März 1965 die neue Kirche mit insgesamt ca. 100 Sitzplätzen für die Gemeinde Lorch geweiht.
Im Jahre 1996 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Weitmars an die Gemeinde Waldhausen angeschlossen. Im Laufe der Jahre sind die Gemeinden Lorch und Waldhausen mit Weitmars immer mehr zusammengewachsen. Seit 1995 haben die Gemeinden Lorch und Waldhausen einen gemeinsamen Vorsteher. Die Sonntagsgottesdienste wurden seit 2004 immer abwechselnd in den Kirchen in Lorch und Waldhausen gehalten.
Im Juni 2007 wurde mit dem Bau der neuen Kirche in der Maierhofstraße in Lorch begonnen. Diese Kirche wurde am 12. Oktober 2008 durch Apostel Hans-Jürgen Bauer geweiht. Seither sind die bisherigen Gemeinden Lorch-Austraße und Waldhausen in der neuen Gemeinde Lorch-Maierhofstraße vereint.
Die Gemeinde Lorch hat etwa 180 Mitglieder und wird vom Vorsteher sowie 3 weiteren Priestern und 7 Diakonen betreut.




