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08.07.2009

Lorch 01.07.09: Apostel Bauer besucht die Gemeinde

Am Mittwochabend, den 1. Juli 2009, besuchte Apostel Hans-Jürgen Bauer die Gemeinde Lorch. Grundlage für seinen Gottesdienst war ein Bibelwort aus dem Johannesevangelium, Kapitel 17, Vers 24: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast.“

 

Am Anfang seiner Predigt erzählte der Apostel eine kleine Geschichte. Darin kam jemand zu einem weisen Mann und fragte: „In der Bibel liest man so viele Begebenheiten, in denen die Menschen die Wunder Gottes erlebt haben. Warum erleben wir das heute nicht mehr so?“ Darauf erwiderte der weise Mann: „Um Gott zu erleben, muss man sich zunächst einmal vor ihm beugen. Doch weil sich viele Menschen heute nicht mehr vor Gott beugen, können sie ihn nicht mehr erleben.“

Auch wir wollen uns vor Gott beugen, um ihn erleben zu können. Beugen heisst, Gottes Willen jederzeit annehmen und ihm in allen Lebenslagen zu vertrauen. Gott wird zur rechten Zeit dann Gnade und Hilfe schenken und darin können wir ihn dann erleben.

 

Bezugnehmend auf das Textwort, führte Apostel Bauer aus, dass sich dem Willen Gottes nichts und niemand in den Weg stellen kann. „Wenn Menschen sich etwas vornehmen – selbst wenn sie es ernstlich wollen – so kann doch etwas dazwischen kommen, zum Beispiel, wenn sie krank werden. Bei Gott ist dies nicht so. Niemand konnte verhindern, dass Jesus als Erlöser der Menschen geboren wurde. Auch der Satan konnte dies nicht verhindern – obwohl er es versuchte. Niemand konnte verhindern, dass Jesus sein Opfer am Kreuz brachte. Niemand konnte seine Himmelfahrt verhindern und niemand konnte verhindern, dass er Apostel einsetzte, die seine Erlösungsbotschaft in der ganzen Welt verkünden.“

 

Auch die biblisch verheißene Wiederkunft Jesu wird niemand verhindern können. Das Ziel der neuapostolischen Christen ist es, bei diesem Wiederkommen von Jesus angenommen zu werden. Von Gottes Seite aus sind alle Voraussetzungen gegeben, damit die Menschen dieses Ziel auch erreichen können – „Gott ringt um uns, um jeden einzelnen von uns.“

 

Nun liegt es an jedem Menschen selbst, was er aus dieser göttlichen Zuwendung macht. „Was könnte uns davon abhalten, unser Ziel zu erreichen?“ fragte der Apostel. Er nannte drei Faktoren, die auch für engagierte Christen zum Hindernis werden könnten: zum einen der Zweifel, dann die eigene Bequemlichkeit und die Interesselosigkeit. Ein Mittel, um gegen solche Hindernisse anzugehen, ist der feste, eigene Wille an der Hand Gottes zu bleiben und das intensive Gebet. „Auch mir selbst geht es so, dass meine Gebete nicht immer gleich intensiv sind“, bekannte der Apostel. „Wenn alles in den gewohnten Bahnen läuft, besteht die Gefahr, dass die Gebete oberflächlich werden.“

 

Zu ergänzenden Predigtbeiträgen rief der Apostel den Bezirksevangelisten Thomas Stampf sowie Priester Arno Rube an den Altar. Höhepunkt des Gottesdienstes waren das Heilige Abendmahl sowie die Sündenvergebung. Mit Gebet und Schluss-Segen wurde der Gottesdienst beendet.